Was gerade entsteht

Fast schon Mai.

Und während draußen alles aufbricht, sich streckt, blüht und heller wird, geschieht in mir etwas, das sich kaum in Worte fassen lässt.

Im März gab es keinen Blogbeitrag. Kein Innehalten in Textform, kein Teilen nach außen.
Und wenn ich jetzt hineinspüre, dann war da kein „Fehlen“, sondern eher ein leises, klares Verschieben: weg vom Ausdruck – hin zum Erleben.

Ich bin schwanger.
Ein Satz, der sich immer noch ungewohnt anfühlt, obwohl ich jetzt schon am Ende des zweiten Trimesters angekommen bin.
Zart. Kraftvoll. Weit.

Mein Körper ist gerade ein Ort des Werdens. Und ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich innehalte, staune, lausche.
Da ist etwas, das jenseits meiner direkten Kontrolle geschieht – und gleichzeitig zutiefst durch mich hindurch.

Yoga ist in dieser Zeit anders geworden.
Nicht weniger – sondern feiner.

Es ist mein Ruheanker, wenn sich die Müdigkeit wie eine weiche Welle durch den Tag zieht.
Und gleichzeitig mein Energiespender, wenn ich mich wieder mit mir selbst verbinde – Atemzug für Atemzug.

Ich übe mehr Yin Yoga und Yoga Nidra.
Ich erlaube mir, meine Hatha Yoga Praxis gezielt und bewusst an meine Bedürfnisse anzupassen.
Bewegungen, die weniger fordern und mehr einladen.

Mein Bauch wächst.
Und mit ihm eine stille Vorfreude, die manchmal ganz leise ist – und dann wieder plötzlich spürbar weit.

Ich gehe viel.
Durch die Frühlingsluft, durch das Grün, das sich nicht zurückhält.
Und während draußen alles selbstverständlich wächst, lerne ich, auch mir dieses Selbstverständnis zu erlauben.

Nicht alles planen.
Nicht alles wissen.
Nicht alles festhalten.

Da ist diese unglaubliche Flut an Informationen – und gleichzeitig wird meine Auswahl klarer.
Was tut mir gut?
Was nährt wirklich?

Zeit mit Familie und Freunden bekommt eine andere Tiefe.
Und auch meine Arbeit verändert sich leise.

Im April sind meine letzten Präventionskursreihen für dieses Jahr gestartet.
Ein bewusster Schritt.
Ein Raum, der sich schließt, damit ein anderer sich öffnen kann.

Im Mai freue ich mich auf ein besonderes Yoga-Special, das sich leicht anfühlt:
Yoga und Brunch im Studio Coco.
Gemeinsam sein, bewegen, genießen.

Nicht mehr. Nicht weniger.
Und genau darin liegt gerade alles.


Eine kleine Einladung für dich

Vielleicht magst du heute einen Moment innehalten und dich fragen:

Was in meinem Leben wächst gerade – auch wenn es leise ist?
Und was darf dafür ein Stück in den Hintergrund treten?

Lass die Antwort nicht aus dem Kopf kommen.
Sondern aus der Stille – aus deinem Körper.


Und vielleicht ist genau das der Faden, der sich gerade durch alles zieht:

Leben entsteht nicht laut. Es passiert nicht im Außen.
Sondern in dir. In der Stille.

Und wir dürfen uns erinnern, dass wir nichts tun müssen, um Teil davon zu sein –
außer da zu sein.

Mit offenem Herzen.
Und einem Körper, der längst weiß, wie Werden geht.


Randnotiz aus meinem Herzen:
Mein erstes Kind wird voraussichtlich Ende Juli das Licht der Welt erblicken.
Ich freue mich.
Ich habe Angst.
Und irgendwo darunter liegt ein leises, tiefes Gefühl von Bereitsein für diesen nächsten Schritt.


Mai-Impuls für dich

Wenn du dir gerade selbst mehr Ruhe schenken möchtest:
Im Mai begleite ich dich mit einem besonderen Angebot –

Ein Raum zum Ankommen.
Zum Loslassen.
Zum Spüren, was in dir gerade lebendig ist.

Vielleicht genau das, was dein Nervensystem jetzt braucht?